Bio

*1986
Lebt in Berlin.

Meisterschülerin bei Christian Jankowski.
Studium der Malerei und Grafik bei Gerhard Merz an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste München.
Studium Bildhauerei/ Neue Medien bei Rainer Ganahl und Christian Jankowski an der Staatlichen Kunstakademie in Stuttgart.

 

NICHTS

NICHTS ist perfekt! NICHTS ist das Gegenteil von NICHTS!
Performance mit Rocko Schamoni
2016

Auszug: “Ich habe kein Gedächtnis. Jeder Tag ist ein neuer Tag, weil ich mich an den Tag zuvor nicht mehr erinnern kann. Jede Minute ist wie die erste Minute meines Lebens. Ich versuche, mich zu erinnern, aber ich kann es nicht. Deshalb habe ich geheiratet. Mein Tonband. Deshalb suche ich mir auch Leute aus, die ein Gedächtnis wie ein Tonband haben. Mein Kopf ist wie ein Tonband mit einer Taste: Löschen

(Aus: Die Philosophie des Andy Wahrol)

Die Performance „NICHTS ist perfekt! NICHTS ist das Gegenteil von NICHTS!“ untersucht auf Grundlage von Andy Warhol‘s original Tonbandaufzeichnungen die Möglichkeit eines performativen Dialoges zwischen gesprochenem Wort und Malerei.

Im ersten Akt der Performance liest Rocko Schamoni den Text und zeichnet ihn gleichzeitig mit einem Tonbandgerät auf, während Charlie Stein den gesprochenen Text simultan in einer Malperformance auf die Leinwand überträgt .

Im zweiten Teil werden dann sowohl Bild als auch Tonbandaufnahme Schritt für Schritt zerstört. In der laufenden Performance wird das Bild mit weißer Farbe “gelöscht” und die Tonbandaufnahme wird mit den Umgebungsgeräuschen überspielt.

Zurück bleiben eine rauschende Aufnahme eines Kasettenrekorders aus den Neunzigern und eine große schmutzig weiße Leinwand.

 

Fotos: Harald Neumann

Death Can Dance 


DEATH CAN DANCE – NATURE MORTE

Curated by Lori Hersberger with Marcus Sendlinger

JUNE 25 – JULY 9, 2016
ARTISTS

EMMA ADLER, MINOR ALEXANDER, LI ALIN, ERIC ANDERSEN, IAN ANÜLL, ALEXANDRA BAUMGARTNER, TJORG DOUGLAS BEER, SASCHA BOLDT, CLIFFORD BRUCKNER, ALICE COOPER, FRANCISCO DA MATA, HANNE DARBOVEN, DEAD BOYS, GABY DEUTSCH, CHRISTOPH DRAEGER, THOMAS DRASCHAN, IRENE DÜRING, SASKIA EDENS, MARTEN FRERICHS, CHRIS GOENNAWEIN, CO GRÜNDLER, SCREAMIN’ JAY HAWKINS, LORI HERSBERGER, GREGOR HILDEBRANDT, ICHIRO IRIE, STEVEN LAURIE, ERNIE LULEY SUPERSTAR, JOHN LYDON, BERNHARD MARTIN, REBECCA MICHAELIS, GIANNI MOTTI, MARIE-JOSE OURTILANE, MANFRED PECKL, DAVID RENGGLI, RAINER MARIA RILKE, PASCAL SIDLER, CHRISTIAN ROBERT-TISSOT, CHRISTIAN SCHOCH, ANN SCHOMBURG, PATRICK SCHRAG, MARCUS SENDLINGER, ALEXANDER SKOROBOGATOV, CHARLIE STEIN, ALEX TENNIGKEIT, IV TOSHAIN, SUSANN WALDER, ANDY WARHOL, ZUZANNA WEISS, CLEMENS WOLF, THOMAS ZIPP

RAE – SPACE FOR CONTEMORARY ART

Gustav-Adolf-Straße 145 (next to Hamburger Platz)

13086 Berlin-Weissensee, Germany
http://www.realartestate.de/

http://death-can-dance.tumblr.com/

Some demonstrations 

Some demonstrations is a performance project constructed out of individual instructions given by a set of contemporary artists. This work by Charlie Stein proposes parallels between a demonstration and a performance in the public sphere.

Some Demonstrations ist ein Performance Projekt, das sich aus den Anleitungen 24 zeitgenössischer Künstler zusammensetzt. Diese Arbeit von Charlie Stein stellt Verbindungen zwischen Demonstrationen und Performances im öffentlichen Raum her.

Artists involved:

Tjorg Beer, Andy Best, Mike Bouchet, Birgit Brenner, Ceal Floyer, Ryan Gander, Lori Hersberger, Gregor Hildebrandt, Jaša, Mohammed Kazem, Liz Magic Laser, Sarah Lüdemann, Miao Xiaochun, Orlán, Jan-Hendrik Pelz, Pipilotti Ristorante, Stefan Römer, Römer+Römer, Nina E. Schönefeld, Santiago Sierra, Thaddeus Strode, Ryan Trecartin, Costa Vece and Jorinde Voigt

Römer+Römer
Infinite Justice (Re-Enactment)

römer und römer desaturated

Santiago Sierra
Kleptes (Thieves)

Santiago Sierra Charlie Stein bw

Ceal Floyer
Untitled (Shrug)
ceal-floyer-shrug-small-size-charlie-stein

Jorinde Voigt
Private Artist

Jorinde Voigt Private Artist bw

Mohammed Kazem
Kisses

Mohammed-Kazem-Performance-Charlie-Stein.jpg

Stefan Römer
Flatrate Bordell

flatrate bordell stefan römer select 1 desaturated

Costa Vece
Sono povero.

costa vece final

Andy Best
Snail Protest

Andy best bw closer

Ryan Gander
All artists are socialist until they see an artist with a house bigger than theirs. (TT D’Arby)

select ryan g final bw

Thaddeus Strode
Free yourself from Entitlement / Free your mind and your ass will follow

thad-klein

Birgit Brenner
The dictator decides / Don’t breathe out

Birgit Brenner some demonstrations bw.jpg

Jan Hendrik Pelz
Mask

jan pelz mask bw hn2.jpg

Mike Bouchet: No Conjugation.
Mike Bouchet Charlie Stein photo H Neumann HN16073881 darker

Liz Magic Laser: No Offense!Liz Magic Laser Charlie Stein photo H Neumann HN16074014 darker

Sarah Lüdemann: My Might is Yours.Sarah Luedemann Charlie Stein photo H Neumann HN16074160 dark

ORLAN: Petition Against Death.ORLAN Charlie Stein performance Photo Max Chevron

Miao Xiaochun: A GrassrootMiao Xiaochun Charlie Stein performance HN16074625

Tjorg Douglas Beer: Dem kleinen, toten Meerschweinchen die Finanzkrise erklären / Explaining the financial crisis to the little, dead guinea pig.2016 Some demonstrations TD BEER Charlie Stein

Pipilotti Ristorante: Schreib mir eine Postkarte / Bitte nicht falsch verstehen
Pipilotti Rist 2.png

Jaša Untitled 2016

jasa-pollack-slovenian-artist-ulay-charlie-stein

Gregor Hildebrandt: Sie weiß und sie lächelt (November/Sie)

Manifestina Some demonstrations for Gregor Hildebrandt Charlie Stein

Ryan Trecartin

Ryan-Trecartin-Performance-Charlie-Stein.jpg

Lori Hersberger: Zwingli, ich führe persönlich Blocher + Schlumpf durch die Manifesta11

Lori Hersberger Performance Charlie Stein

Nina E. Schönefeld: #PrepperCoatnina-klein

Photo Credits:
Max Chevron:
Jorinde Voigt: Private Artist
Thaddeus Strode: Free yourself from Entitlement.
Mohammed Kazem: Kisses
Stefan Römer: Flatrate Bordell
Ryan Gander: All artists are socialist until they see an artist with a house bigger than theirs. (TT D’Arby)
Birgit Brenner: The dictator decides / Don’t breathe out.
Pipilotti Ristorante: Schreib mir eine Postkarte / Bitte nicht falsch verstehen
Marin Mikelin:
Costa Vece: Sono povero.
Römer+Römer: Infinite Justice (Re-Enactment)
Santiago Sierra: Kleptes (Thieves)
Andy Best: Snail Protest
Harald Neumann:
Jan Hendrik Pelz: Mask
Mike Bouchet: No Conjugation.
Liz Magic Laser: No Offense!
Sarah Lüdemann: My Might is Yours.
ORLAN: Petition Against Death.
Miao Xiaochun: A Grassroot
Charlie Stein:
Tjorg Douglas Beer: Dem kleinen, toten Meerschweinchen die Finanzkrise erklären.

 

Charlie Stein (*1986)  beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit den unterschiedlichen Wahrnehmungen kultureller Identität im Kontext einer vermuteten globalen Gesellschaft. Ihr Material gewinnt sie häufig durch den Akt der Konversation oder Recherche, den sie in Zeichnungen, Installationen, Objekte, Malerei und Text überträgt. Digitale Medien, Soziale Netzwerke und moderne Formen der Kommunikation sind zentrale Aspekte ihrer Arbeit, die sie immer wieder neu verhandelt. Nach dem Studium der freien Malerei und Grafik bei Gerhard Merz hat Stein bei Christian Jankowski Bildhauerei studiert und 2017 als Meisterschülerin abgeschlossen. 2015 war sie für das Schmidt-Rottluff Stipendium nominiert, ist ehemalige Stipendiatin des DAAD und der BW-Stiftung. 2019 erhielt Stein den Kunstpreis der Stadt Limburg. Stein war mit ihrer Arbeit bei der Manifesta11 in Zürich, Blackball Projects in New York, im Songjiang Art Museum in Shanghai und während der Istanbul Bienniale 2017 verteten. Charlie Stein lebt und arbeitet in Berlin.

 

Charlie Stein (*1986) is an artist who deals with the existing diverse perceptions of cultural identities within the context of an assumed global society. Her material is often gathered through the act of conversation or research and is translated into drawings, installations, objects, paintings and text. Digital media, social networks and modern forms of communication are central aspects of her work, which she constantly renegotiates in her practice. She holds a Postgraduate Studies in Fine Arts from the Staatliche Akademie der Bildenden Künste where she studied at the classes of Christian Jankowski and Rainer Ganahl in Stuttgart, as well as the class of Gerhard Merz in Munich. She was a recipient of a DAAD scholarship in 2010 to reside in Beijing, China. Recent exhibitions include Manifesta11, Blackball Projects in New York, the Songjiang Art Museum in Shanghai and the 2017 edition of the Istanbul Biennial. Charlie Stein lives and works in Berlin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mindestlohn

Mindestlohn | Minimum Wage

Thermopapier, Druck, Handarbeit

2011

mindestlohn minimal wage

 

Text von Ulf Aminde,
in No Place To Hide, Ausstellungskatalog 2013.

Ein einfacher Kassenzettel. die Welt unterteilt sich in zwei Arten von Menschen: Die einen, die für ihre täglichen Bedürfnisse nicht zu kalkulieren haben und die anderen, die sehr wohl den Cent buchstäblich umdrehen müssen. Letztere müssen dennoch unverhältnismäßig viel arbeiten (so fern sie Arbeit haben). In letzter Zeit gibt es eine neue Diskussion um die Bedingungen von Arbeit. Anhand von sogenannten Werkverträgen können Unternehmen billige Arbeitskräfte gleich der Stammbeschäftigten anstellen, aber mit Arbeitsverträgen, die sich auf die Vollendung eines sogenannten Werkes beziehen. Das kann das Einräumen des Supermarktregales sein, oder das Schlachten von Schweinen. Erst bei zufriedenstellender Ausführung des Werkes kommt es zu einer Bezahlung, die meist viel geringer ausfällt als bei den Stammkollegen. Dies erinnert stark an die Arbeitsbedingungen im Kulturbetrieb. Künstler sind weit davon entfernt einen Mindestarbeitslohn einzufordern, werden sie doch wenn überhaupt bezahlt für ihr Werk. Die Künstlerin Charlie Stein bezieht sich in ihrer Arbeit jedoch nicht auf die eigenen Arbeitsverhältnisse, sondern auf diejenigen prekären Arbeitskräfte, die in unseren Gesellschaften eben immer noch keinen garantierten Mindestlohn erwarten können. In der Höhle des Löwen quasi kaufte sie Dinge aus dem Sortiment des Supermarktes deren Anfangsbuchstaben zusammengesetzt das Wort M-I-N-D-E-S-T-L-O-H-N ergeben. Eine schier aussichtslose Geste konkreter Poesie, die uns doch zeigt, wie wir immer wieder wach werden können, für die noch zu leistende Arbeit: Minimal Wage!!!

Charlie Stein

 

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